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Städtische Kindertagesstätte Förstchen

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Eingewöhnung

 

 

Die Kita Förstchen gewöhnt die Kinder im Alter von unter drei Jahren 

Nach dem Berliner Modell ein

 

Weitere Infos hierzu von Prof. Dr. Kuno Beller

 

 

Eine Methode zur sanften Eingewöhnung in die Kita mit intensiver Mitwirkung der Eltern

 

Hier erläutern wir für Sie die wichtigsten Schritte:

 

Grundphase

 

Dauer 3 Tage

 

Das Kind und ein Elternteil verbleiben mit allen anderen Kindern 1 – 2 Std. in der Gruppe

Der Elternteil verhält sich als teilnehmender Beobachter, zeigt passives Verhalten

Erzieher wird Kind und Eltern immer freundlich begrüßen

Eine freundliche Begrüßung ist eine Einladung zu freundlichen Reaktionen

Das Kind soll so durchgängig die Sicherheit haben, beim Elternteil Zuflucht zu

finden und die schwierige neue Situation nicht alleine meistern zu müssen

Der Elternteil verhält sich während der gesamten Eingewöhnungsphase passiv

 

Tag 1:

 

Das Kind wird weder vom Elternteil noch vom Erzieher gewickelt oder gefüttert,

das Kind soll die Zeit in der Gruppe ungestört erleben

Das Kind wird zu keinem bestimmten Verhalten gedrängt

Der Erzieher wird kein Kontaktsignal des Kindes übersehen und positiv darauf reagieren

Der Erzieher nimmt keinen Körperkontakt zum Kind auf

Der Erzieher beobachtet das Kind, z.B. was interessiert es ?

Auch das Verhältnis Elternteil-Kind wird vom Erzieher beobachtet,

um hilfreiche Bindungs- und Trennungsrituale zu erkennen

 

Tag 2:

 

Beginnt wie der vorherige Tag, heute vielleicht schon mit einer Spielsituation

Eine behutsame Annäherung des Erziehers zum Kind, Kontaktversuche des Kindes

werden nicht übersehen

Das Kind wird von dem Elternteil gefüttert und gewickelt

Der Erzieher bleibt beim Wickeln und Füttern im Blickfeld des Kindes, legt z.B.

die benötigten Materialien zurecht und schaut zu – passiver Kontakt

 

Tag 3:

 

Beginnt wie der vorherige Tag mit einer Spielsituation

Der Erzieher wirkt unterstützend beim Wickeln und Füttern mit

Eltern u. Erzieher besprechen den Ablauf des nächsten Tages, ob die Anwesenheit

des Elternteiles weiterhin im Gruppenraum notwendig ist, oder mit der Trennung

begonnen werden kann

 

Tag 4:

 

Der Elternteil wartet ab, bis das Kind sich in einer Spielsituation befindet

Der Elternteil verabschiedet sich kurz und verlässt den Gruppenraum, auch wenn

das Kind protestiert, bleibt aber in der Kita, d.h. jederzeit erreichbar

Der Elternteil kehrt zurück, falls das Kind sich nicht durch den Erzieher beruhigen lässt

Wenn das Kind keine erkennbare Trauer zeigt oder sich vom Erzieher beruhigen

lässt, kehrt der Elternteil nach 30. Minuten zurück in den Gruppenraum und verlässt

mit dem Kind die Kita

Tag für Tag wird sich mit dem Elternteil gemeinsam über die weitere Trennungsphase

beraten

Wickeln und Füttern erfolgt nun vom Erzieher, aber noch im Beisein des Elternteils

Bei Problemen wird der Versuch abgebrochen und am nächsten Tag wiederholt

 

Tag 5:

 

Wie der Tag davor, der Erzieher übernimmt jetzt die gesamte Pflege, Wickeln, Füttern,

u.s.w.

Der Elternteil bleibt im Blickfeld, verhält sich passiv und

verlässt heute für ca. 60 Minuten den Gruppenraum

Das Kind wird bei Bedarf versuchsweise vom Elternteil zum Schlafen gelegt, Erzieher ist

dabei anwesend und beobachtet z.B. hilfreiche Rituale zwischen Kind und Elternteil

(Die Besuchszeiten werden entsprechend terminiert)

Wenn das Kind schläft, bleibt der Elternteil in der Kita, dieser nimmt das Kind nach dem

Schlafen aus dem Bett auf

 

Tag 6:

 

Dient der Stabilisierung, wenn bisher alles gut verlief

Wenn der 6. Tag ein Montag ist (nach dem Wochenende) wird Tag 5 eventuell wiederholt

Der Elternteil verlässt für einen mit dem Erzieher abgesprochenen Zeitraum die Kita

Der Erzieher wickelt, füttert, legt Kind schlafen und nimmt es wieder aus dem Bett auf,

dabei ist der Elternteil nun nur noch anwesend

Die Eingewöhnung sollte nun ohne ein Elternteil weiter vorangehen

Sollte es an einem von den Eingewöhnungstagen Schwierigkeiten geben, so ist das Kind

noch nicht so weit, dann wird solange ein Ablauftag zurück gegangen, bis dieser vom Kind

akzeptiert und gemeistert wird

 

Jeweils ein Mitarbeiter wird immer als Bezugsperson zur Orientierung für das Kind

anwesend sein